
Die Kostenschätzung ist eine der wichtigsten Funktionen im Bauwesen – aber auch eine der am meisten missverstandenen, wenn es um die tatsächlichen Kosten geht. Viele Unternehmen wissen, was sie einem Kalkulator bezahlen, aber weit weniger verstehen, was ein Kalkulator das Unternehmen tatsächlich kostet, insbesondere wenn die Arbeitsabläufe langsam oder ineffizient sind.
Dieser Artikel gliedert sich wie folgt:
Lassen Sie uns die wirtschaftlichen Aspekte hinter der Schätzung genauer betrachten.
Unternehmen betrachten Kostenvoranschlagssteller oft unter dem Gesichtspunkt des Gehalts.
Das Gehalt allein spiegelt jedoch nicht die tatsächlichen finanziellen Auswirkungen auf das Unternehmen wider.
Die tatsächlichen Kosten umfassen:
In den westlichen Märkten belaufen sich die tatsächlichen Kosten letztendlich auf:
Das 1,25- bis 1,5-fache des Grundgehalts.
Dieser Multiplikator ist bei der Berechnung der Produktivität und des ROI von Bedeutung – denn auch verschwendete Stunden multiplizieren sich.
Ein Gehalt von 90.000 USD → tatsächliche jährliche Kosten von 112.000–122.000 USD
Ein Gehalt von 55.000 GBP → ~71.000 GBP tatsächliche jährliche Kosten
Ein Gehalt von 60.000 EUR → tatsächliche jährliche Kosten von 80.000–90.000 EUR
Ein Schätzer kostet das Unternehmen 80.000 bis 130.000 €/$/£ pro Jahr.
Dies ist die Grundlage für das Verständnis von Ineffizienz.
Schätzer sind hochqualifizierte, analytisch denkende Fachleute.
Ein erheblicher Teil ihrer Arbeitswoche wird jedoch für Aufgaben aufgewendet, die Präzision, aber keine tiefgreifenden Fachkenntnisse erfordern.
Typische zeitaufwändige Aufgaben sind:
Branchendurchschnitte zeigen:
20–40 % der wöchentlichen Arbeitszeit eines Kalkulators entfallen allein auf die manuelle Aufmaßerstellung und Dateneingabe.
Das entspricht:
für Aufgaben aufgewendet, die kein Denken auf Führungsebene erfordern.
Das manuelle Ausmessen ist nur ein Teil der Arbeit eines Kalkulators.
Die andere wichtige – oft unterschätzte – Zeitinvestition ist:
Schätzer müssen in der Regel folgende Schritte durchlaufen:
Dies kann je nach Projektumfang Stunden bis Tage dauern.
Ein falsches Verständnis des Ausschreibungsumfangs kann katastrophale Folgen haben, daher müssen Kalkulatoren die Ausschreibung sorgfältig lesen – und zwar oft mehrmals, wenn neue Überarbeitungen eintreffen.
Schätzer müssen außerdem:
Selbst bei kleinen Projekten kann es erforderlich sein, Kontakt aufzunehmen mit:
Große Projekte können Dutzende von Angebotsanfragen umfassen, die jeweils mehrere Iterationen durchlaufen.
Beide Aufgaben sind sehr zeitaufwendig – und beide hängen stark von der Qualität und Struktur der Aufmaßerstellung ab.
Wenn der Start langsam oder chaotisch verläuft, verlangsamt sich alles, was danach kommt.
Jede Stunde, die ein Schätzer für Folgendes aufwendet:
…ist eine Stunde, die nicht für Folgendes aufgewendet wird:
Das sind die tatsächlichen Opportunitätskosten:
Das Unternehmen verliert Einnahmen, wenn die Kalkulatoren ihre Woche damit verbringen, sich mit Zeichnungen und Tabellenkalkulationen herumzuschlagen, anstatt wettbewerbsfähige Angebote zu erstellen.
Kleine Fehler beim Start oder bei der Ausschreibungsauslegung können zu massiven Kostenproblemen eskalieren:
Ein einziger Fehler bei der Kalkulation kann ein gesamtes Subunternehmerpaket ungültig machen oder die Rentabilität des Projekts verzerren.
Das Beheben von Fehlern kostet auch Zeit – was die Kosten verdoppelt.
Unternehmen investieren nicht in Software, weil sie Software lieben.
Sie investieren, weil:
Lassen Sie uns den Wert quantifizieren.
Angenommen:
10 Stunden × 52 Wochen × 50 €/Stunde
= 26.000 € Einsparungen pro Jahr und Kalkulator
Mit 15 Stunden Zeitersparnis pro Woche:
= 39.000 € Einsparungen pro Jahr
Mit 20 Stunden Zeitersparnis pro Woche:
= 52.000 € Einsparungen pro Jahr
Deshalb:
Diese Preise sind im Vergleich zu der eingesparten Arbeitskraft unerheblich.
ROI tritt ein, wenn:
Wenn ein Tool einem Kalkulator nur 5–10 % Zeit spart, macht es sich schon bezahlt.
Wenn dadurch 20–40 % eingespart werden, entsteht ein Wettbewerbsvorteil.
Schätzer sind wertvolle Fachleute.
Aber ihre Zeit wird oft beansprucht durch:
Die tatsächlichen Kosten der Schätzung sind nicht das Gehalt —
Das ist verlorene Zeit, verpasste Chancen und unnötige Komplexität.
Moderne Mess- und Schätzwerkzeuge reduzieren diesen Aufwand erheblich und ermöglichen es Unternehmen:
Jede eingesparte Stunde erhöht die Rentabilität.